Taktikanalyse EM-Finale: Spanien nach einem 4:0 gegen Italien Europameister
Über 15 Stationen bereitete Spanien das 1:0 gegen Italien vor - und hatte damit nach einer knappen Viertelstunde faktisch schon den Titel gewonnen. Warum das so war und wo wir uns von OIiver Kahns Einschätzung unterscheiden, finden Sie der sportal.de-Analyse.
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| Gruppe A | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| Gruppe B | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| Platz | Mannschaft | Sp | S | U | N | Tore | Diff | Pkt |
| 1 | Deutschland | 3 | 3 | 0 | 0 | 5:2 | 3 | 9 |
| 2 | Portugal | 3 | 2 | 0 | 1 | 5:4 | 1 | 6 |
| 3 | Dänemark | 3 | 1 | 0 | 2 | 4:5 | -1 | 3 |
| 4 | Niederlande | 3 | 0 | 0 | 3 | 2:5 | -3 | 0 |
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| Gruppe D | ||||||||||||||||||||||||||||||
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Italien zerstört Deutschlands Traum
Deutschlands Traum vom Titel ist erneut geplatzt! Bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine scheiterte das DFB-Team wie schon bei der WM 2006 im Halbfinale an Angstgegner Italien.
In Warschau erzielte Mario Balotelli (20., 36.) bei der 1:2 (0:2)-Niederlage beide Treffer für die abgezockten Italiener, die nun am Sonntag im Finale gegen Spanien um den EM-Titel spielen.
Mesut Özils Anschlusstreffer in der Nachspielzeit per Handelfmeter kam zu spät.
„Die Enttäuschung ist für alle groß. In der Kabine fließen Tränen, da ist es mucksmäuschenstill“, berichtet Bundestrainer Joachim Löw. Kapitän Philipp Lahm ärgerte sich über „Riesenfehler“
bei den Gegentoren. „Wenn man gegen Italien solche Fehler macht und in Rückstand gerät, dann wird es sehr schwierig. In unserer Mannschaft steckt so viel Potenzial, aber wenn man das nicht
umsetzen kann, dann gewinnt man eben nicht.“
Kroos in der Startformation
Im fünften deutschen Spiel bei dieser EM setzte Löw auf sieben FCB-Profis in seiner Startformation. Neben Lahm, Bastian Schweinsteiger, Manuel Neuer, Holger Badstuber und Jérôme Boateng stand
auch Mario Gomez, der im Viertelfinale eine Verschnaufpause erhalten hatte, wieder in der ersten Elf. Thomas Müller hingegen saß zunächst erneut auf der Ersatzbank. Auf dem rechten Flügel kam
dafür Toni Kroos zu seinem ersten EM-Einsatz von Beginn an.
Das DFB-Team begann stark und hatte schnell die Führung auf dem Fuß. Gegen Mats Hummels rettete Andrea Pirlo auf der Torlinie (5.), kurz darauf lenkte Andrea Barzagli eine Hereingabe von
Boateng fast ins eigene Tor (12.) und Gianluigi Buffon parierte einen Schuss von Kroos (13.). Italien tastete sich erste nach einer Viertelstunde Richtung deutsches Tor vor - und Balotelli
nutzte die erste echte Chance eiskalt: Nach Flanke von Antonio Cassano ließ er Neuer aus kurzer Distanz per Kopf keine Abwehrchance - 0:1 (20.).
Buffon und die Latte
Unbeeindruckt davon spielte Deutschland danach weiter nach vorne. Mesut Özil (27.) und Sami Khedira (35.) scheiterten aus der Distanz an Buffon. Dann schlug Balotelli erneut zu. Nach einem langen
Pass von Riccardo Montolivo aus der eigenen Spielhälfte entwischte der italienische Super-Mario der DFB-Abwehr und überwand Neuer mit einem platzierten Schuss in den Winkel - 0:2
(36.).
In der Halbzeit brachte Löw mit Marco Reus und Miroslav Klose für Lukas Podolski und Gomez frischen Wind ins deutsche Offensivspiel. Lahm hatte in der 49. Minute nach Pass von Kroos den
Anschlusstreffer auf dem Fuß, zielte aber knapp über das Tor. Nach einem Freistoß von Reus retteten Buffons Fingerspitzen und die Latte für Italien (62.).
Schwarze Italien-Serie
Dies blieben vorerst aber die letzten Möglichkeiten des DFB-Teams, das sich immer wieder in der vielbeinigen Defensive Italiens festrannte. Und bei Kontern hätte die Squadra Azzurra für
eine Vorentscheidung sorgen können. Claudio Marchisio (66., 75.) und Antonio Di Natale (75.) zielten jeweils knapp am Tor vorbei.
In der Schlussphase warf das deutsche Team, wo Müller inzwischen für Boateng ins Spiel gekommen war (71.), alles nach vorne. Kroos (86.), Hummels (90.) und Özil (90.) hatten kein Abschlussglück.
In der Nachspielzeit ließ Özil mit einem verwandelten Strafstoß - Federico Balzaretti hatte den Ball mit der Hand gespielt - Deutschland noch einmal hoffen (90.+2), mehr sprang für das
aufopferungsvoll, aber glücklos kämpfende DFB-Team jedoch nicht mehr heraus. Die schwarze Turnierserie gegen Italien (jetzt acht Spiele ohne Sieg) bleibt bestehen.
Lahm legt Grundstein für Halbfinal-Einzug
Deutschland steht im Halbfinale der EURO 2012! Die Mannschaft um Kapitän Philipp Lahm ließ gegen Außenseiter Griechenland im Viertelfinale nichts anbrennen und siegte am Ende verdient mit 4:2
(1:0). Linksverteidiger Lahm (39.) schoss das DFB-Team in Danzig mit einem Distanzschuss in Führung - es war das erste Tor des Bayern-Spielers im Nationaltrikot seit mehr als zwei Jahren.
Nach der Pause glichen die Griechen überraschend durch Georgios Samaras (55.) aus. Sami Khedira (61.), Miroslav Klose (68.) und Marco Reus (74.) sorgten aber in der Folge für klare
Verhältnisse. Dimitrios Salpingidis (89.) traf per Handelfmeter zum Endstand.
In den ersten drei Spielen dieser EM hatte Bundestrainer Löw stets derselben Elf vertraut. Einzig Jerome Boateng musste einmal aufgrund einer Sperre ersetzt werden. Gegen die Griechen nahm
Löw nun überraschenderweise einige Änderungen vor - und zwar in der Offensive. Die beiden Bayern-Stars Thomas Müller und Mario Gomez, der mit drei Treffern die Torschützenliste der EURO
anführt, sowie Lukas Podolski rotierten aus der Mannschaft. Dafür feierten Reus, Klose und André Schürrle ihr Startelfdebüt bei dieser Endrunde. Auf der Rechtsverteidigerposition übernahm
Boateng wieder die Rolle von Lars Bender, der gegen Dänemark dort ausgeholfen hatte.
Beste Chancen für das DFB-Team
„Es wird ein Kampf auf Biegen und Brechen“, hatte Löw vor der Partie prophezeit. Dies bewahrheitete sich in der ersten Halbzeit - obwohl Deutschland die Partie von der ersten Minute an hoch
überlegen gestaltete. Nach vier Minuten zappelte der Ball nach einem Schuss von Klose das erste Mal im Netz, der Assistent hatte allerdings die Fahne gehoben - Abseits. Es spielte weiter nur
das DFB-Team. Das erlösende Tor ließ jedoch auf sich warten: Reus (11., 24., 25.) und Mesut Özil (23.) vergaben beste Möglichkeiten.
Ab der 30. Minute wagten sich die extrem defensiv eingestellten Griechen das eine oder andere Mal nach vorne. Sogar Manuel Neuer musste einmal eingreifen, den Distanzschuss von Ninis sorgte
aber für wenig Gefahr. Und dann schlug es endlich auf der anderen Seite ein: Lahm schnappte sich den Ball, vernaschte seinen Gegenspieler und vollendete aus rund 20 Metern mit rechts zum 1:0
- es wurde aber auch höchste Zeit! Schürrle (45.) hätte das Ergebnis um ein Haar noch vor der Pause in die Höhe geschraubt.
Ausgleich, aber Deutschland nicht geschockt
Kurz nach der Pause der Schock: Die erste nennenswerte Offensivaktion der Griechen saß. Salpingidis brachte den Ball nach einem Konter von rechts nach innen, dort beförderte Samaras (55.) den
Ball aus kurzer Distanz ins Tor. Die Antwort der Deutschen ließ aber nicht lange auf sich warten. Boateng flankte von rechts, Khedira (61.) drosch die Kugel aus rund zehn Metern volley ins
Netz - 2:1.
Dann kam Müller in die Partie. Der Bayern-Spieler ersetzte Schürrle. Und Sekunden später durften die deutschen Fans schon wieder jubeln. Özil brachte einen Freistoß nach innen, Klose (68.)
schraubte sich hoch und markierte per Kopf die Vorentscheidung. Reus (74.) erhöhte per Traumtor auf 4:1. In den Schlussminuten kam schließlich noch Gomez für Klose in die Partie. Damit
standen wieder sieben Bayern-Spieler auf dem Platz. Und sie feierten am Ende den Halbfinal-Einzug der deutschen Nationalmannschaft. Daran änderte auch der verwandelte Elfmeter (Handspiel
Boateng) von Salpingidis (89.) nichts.
DFB-Team weiter, Robben ausgeschieden
Die EURO 2012 in Polen und der Ukraine hat ihre erste ganz große Überraschung. Vize-Weltmeister und Titelfavorit Niederlande ist bereits in der Vorrunde gescheitert. Im letzten Spiel der
Gruppe B unterlag die Elftal am Sonntag in Charkov Portugal mit 1:2 (1:1) und schied damit überraschend ohne einen Punkt vorzeitig aus. Den Gruppensieg holte sich dagegen die
deutsche Nationalmannschaft, die zeitgleich Dänemark in Lviv mit 2:1 (1:1) besiegte und mit neun Punkten vor Portugal (6) ins Viertelfinale einzog.
Vor 32.990 Zuschauern im ausverkauften EM-Stadion von Lviv brachte der ehemalige Bayern-Profi Lukas Podolski in seinem 100. Länderspiel die deutsche Mannschaft in der 19. Minute in Führung.
Michael Krohn-Dehli (24.) sorgte jedoch nur fünf Minuten später für den Ausgleich. Mit seinem ersten Länderspieltor erzielte Lars Bender in der 80. Minute den viel umjubelten Siegtreffer und
sicherte der DFB-Auswahl damit den dritten Sieg im dritten Gruppenspiel.
Sechs Bayern in der Startelf
„Die Mannschaft hat sich das erarbeitet. Wir wollen bis zum Ende im Spiel bleiben, aber das ist kein Selbstläufer“, sagte Kapitän Philipp Lahm nach dem Schlusspfiff. Auch im dritten Spiel
vertraute Bundestrainer Joachim Löw auf einen starken Bayern-Block, bis auf den gesperrten Jérôme Boateng standen sechs Profis des Rekordmeisters in der Startelf. Und wie schon in den beiden
vorangegangenen Partien kam in der Schlussphase auch Toni Kroos als siebter Münchner wieder zum Einsatz.
Die deutsche Elf startete schwungvoll in die Partie. Thomas Müller hatte die ersten Möglichkeiten, doch der WM-Torschützenkönig ließ im Abschluss die nötige Präzision vermissen (2./6.).
Besser machte es Jubilar Podolski, der nach feiner Vorarbeit von Müller und Gomez zur 1:0-Führung vollendete (19.). Die Freude im deutschen Lager währte aber nur kurz, nur fünf Minuten später
gelang Krohn-Dehli nach einer Ecke und Kopfballvorlage von Bendtner der Ausgleich (24.).
Dänemark stets gefährlich
In der Folgezeit hatte die DFB-Auswahl leichte Vorteile, Badstuber (32.) und Gomez (33./41.) ließen weitere Torchancen ungenutzt. Auf der Gegenseite bereiteten vor allem Bendtner und
Krohn-Dehli der deutschen Hintermannschaft Probleme, ohne dabei aber zwingende Torchancen herauszuspielen. So blieb es nach den ersten 45 Minuten beim 1:1.
Auch nach dem Seitenwechsel hatte die deutsche Mannschaft die größeren Spielanteile, schaffte es aber nicht, die gut gestaffelte Hintermannschaft der Dänen in Verlegenheit zu bringen. Es
dauerte bis zur 67. Minute, ehe der eingewechselte Andre Schürrle den dänischen Torhüter Andersen prüfte. Auf der anderen Seite blieb der Europameister von 1992 mit seinen sporadischen
Angriffen stets gefährlich. Jakob Poulsen (51.) traf kurz nach Wiederbeginn den Außenpfosten, später scheiterte Bendtner (76.) in aussichtsreicher Position an Neuer.
Bender erlöst DFB-Team - Ronald überragend
Nur vier Minuten später erlöste Bender, der für den gesperrten Boateng in die Mannschaft gekommen war, die deutschen Farben, als er nach einem Zuspiel von Özil zur Stelle war und zum
2:1-Siegtreffer einschob. Während die deutsche Elf am kommenden Freitag in Danzig das Viertelfinale gegen Griechenland bestreitet, müssen die im Vorfeld hoch gehandelten Niederländer bereits
die Heimreise antreten.
Zwar ging Oranje mit FCB-Profi Arjen Robben in der Startelf in einer furiosen Anfangsphase durch Rafael van der Vaart (11.) früh in Führung, doch der überragende Cristiano Ronaldo
(28./74.) sorgte mit seinen beiden Treffern für den vorzeiten K.o. des Vize-Weltmeisters. Zwei Mal scheiterte CR7 zudem noch am Pfosten und war an nahezu allen gefährlichen Aktionen
der Südeuropäer beteiligt. Portugal trifft nun im Viertelfinale am Donnerstag auf Tschechien.
DFB-Elf bezwingt Vize-Weltmeister Niederlande
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft steuert bei der EURO 2012 in Polen und der Ukraine weiter zielstrebig Richtung Viertelfinale. Vier Tage nach dem 1:0-Auftakterfolg gegen Portugal
gewann die Mannschaft von Trainer Joachim Löw am Mittwochabend auch das zweite Spiel gegen die Niederlande mit 2:1 (2:0) und führt mit sechs Punkten souverän die Gruppe B an. Dagegen droht
dem als Mitfavorit ins Turnier gestarteten Vize-Weltmeister nach der zweiten Niederlage im zweiten Spiel das überraschende Vorrunden-Aus.
Mit seinen Turniertreffern zwei und drei brachte Bayern-Torjäger Mario Gomez die deutsche Auswahl in der 24. und 38. Minute vor 36.000 Zuschauern im ukrainischen Charkov mit 2:0 in Führung.
Die Elftal kam in der zweiten Halbzeit durch Robin van Persie (73.) nur noch zum Anschlusstreffer. Während der DFB-Elf aus der letzten Partie gegen Dänemark (3) am kommenden Sonntag
bereits ein Zähler für den Viertelfinal-Einzug reicht, müssen die Niederländer gegen Portugal (3) unbedingt gewinnen, um ihre kleine Chance auf den Turnierverbleib zu wahren.
Wieder sieben Bayern in der Startelf
„Holland hat nach vorne unglaublich stark gespielt, es war bis zum Ende sehr, sehr eng“, sagte Matchwinner Gomez nach dem Schlusspfiff im Glutofen von Charkov, in dem während der Partie noch
knapp 30 Grad herrschten. „Wir sind froh, gewonnen zu haben. Es war nicht einfach, wir mussten viel tun“, meinte Bastian Schweinsteiger, der mit zwei mustergültigen Vorlagen auf Gomez die
beiden Treffer vorbereitete.
Löw setzte im zweiten Spiel auf die Sieger vom Portugal-Spiel und damit wieder auf sieben Münchner Profis. Lediglich Toni Kroos musste zunächst auf der Bank Platz nehmen, kam aber wie schon
gegen Portugal in der Schlussphase in die Partie. Bei den Oranjes stand Arjen Robben in der Anfangsformation, dazu auch der früher FCB-Kapitän Mark van Bommel.
Müller - Scweinsteiger - Gomez
Die Niederländer erwischten den besseren Start, Van Persie (7.) scheiterte mit einer Direktabnahme an FCB-Schlussmann Manuel Neuer. Nur 60 Sekunden später traf Mesut Özil auf der Gegenseite
den Pfosten, ehe Keeper Maarten Stekelenburg im Nachfassen zupacken konnte. Die zweite gelungene Kombination führte dann zum 1:0. Über Thomas Müller kam der Ball zu Schweinsteiger, dessen
feines Zuspiel Gomez zur Führung vollendete (24.).
Das sicher scheinende zweite Tor verpasste in der 37. Minute Holger Badstuber, der nach Freistoß-Flanke von Özil den Ball aus vier Metern genau auf den Körper von Stekelenburg köpfte. Doch
schon eine Minute war der niederländische Schlussmann erneut überwunden - und wieder war Gomez der Torschütze, der aus spitzem Winkel in die lange Torecke seinen vierten Doppelpack im
Nationaltrikot perfekt machte.
Ohne Boateng gegen Dänemark
Nach dem Seitenwechsel setzte Bondscoach Bert van Marwijk ganz auf Angriff, brachte mit Bundesliga-Torschützenkönig Klaas-Jan Huntelaar und Rafael van der Vaart zwei frische
Offensiv-Kräfte. Später kam auch noch Dirk Kuyt in die Partie. Doch mehr als der Anschlusstreffer durch Van Persie (73.) sprang nicht mehr heraus. Mit viel Glück und Geschick verteidigte die
deutsche Mannschaft den knappen Vorsprung bis zum Schluss.
„Insgesamt haben wir gut gestanden. In der zweiten Halbzeit haben wir zu wenig getan für das Spiel, da wurde es nochmal eng“, analysierte der erneut starke Jérôme Boateng, der nach seiner
zweiten Gelbe Karte im letzten Gruppenspiel gegen Dänemark gesperrt ist. „Das ist natürlich bitter, aber das wichtigste ist, dass wir gewonnen haben“, so Boateng weiter.
„Es war sehr nervenaufreibend. Wir haben jetzt gegen zwei Klasse-Teams sechs Punkte geholt, was wollen wir mehr“, zog Gomez ein positives Fazit. „Wir haben den zweiten Schritt getan, aber wir
wollen auch gegen Dänemark gewinnen. Das ist unser Anspruch“, stellte Schweinsteiger vor der nächsten Partie am kommenden Sonntag klar.
Acht Bayern im Einsatz
Gomez köpft DFB-Elf zum Auftaktsieg
09.06.2012
Bayern-Torjäger Mario Gomez und Torhüter Manuel Neuer haben der deutschen Nationalmannschaft einen perfekten Start in die EURO 2012 in Polen und der Ukraine beschert. Mit seinem Treffer in der
72. Spielminute sicherte Gomez den knappen 1:0 (0:0)-Sieg der DFB-Auswahl im ersten Gruppenspiel gegen Portugal, Neuer bewahrte die deutsche Elf mit einer Glanzparade in der Schlussphase vor dem
Ausgleich.
Vor 30.000 Zuschauern im ukrainischen Lwiw musste sich die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw, in der gleich sieben Bayern-Profis in der Anfangsformation standen, lange Zeit in Geduld üben.
Die Portugiesen agierten über die gesamte Spielzeit auf Augenhöhe mit der deutschen Elf und hatten gleich zwei Mal Pech mit Lattentreffern. Mit seinem ersten Tor in einem großen Turnier erlöste
Gomez den dreimaligen Europameister, der mit einem weiteren Erfolg am Mittwoch gegen die Niederlande einen großen Schritt Richtung Viertelfinale machen könnte.
Gomez erhält Vorzug vor Klose
„Ich habe gedacht, eine Chance kriegst du noch und genauso ist es gekommen. Der Ball war abgefälscht bei der Flanke und kam mir genau auf den Schädel, das war es nicht mehr so schwierig“, sagte
der Torschütze Gomez, der etwas überraschend den Vorzug vor Routinier und Geburtstagskind Miroslav Klose erhalten hatte. Neben Gomez und Neuer standen auch Philipp Lahm, Holger Badstuber, Jérôme
Boateng, Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller in der Startelf. Toni Kroos wurde in der Schlussphase eingewechselt und half mit, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen.
„Es ist wichtig, in so ein Turnier mit einem Sieg zu starten. In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel im Griff, haben nur wenig zugelassen. In der zweiten Hälfte haben wir uns dann schwerer
getan und mehr Chancen zugelassen. Das passiert. Wichtig ist, dass wir gewonnen haben. Es gehört harte Arbeit dazu, erfolgreich zu sein“, meinte Kapitän Lahm.
Viel Glück vor der Pause
Gegen die defensiv gut strukturierten Portugiesen erwischte die deutsche Mannschaft einen verheißungsvollen Auftakt. Zunächst scheiterte Gomez (2.) per Kopf an Torhüter Rui Patricio, kurz darauf
konnte auch Lukas Podolski (9.) den Schlussmann nicht überwinden. Insgesamt ließ die DFB-Auswahl in der Offensive jedoch die nötige Zielstrebigkeit und das Tempo vermissen, um die Deckung der
Südeuropäer stärker zu fordern.
Erneut Podolski (30.) und Müller (45.) ließen im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit weitere Möglichkeiten ungenutzt. Auf der Gegenseite hatte die DFB-Elf kurz vor der Halbzeitpause großes
Glück, als der Ball nach einem Schuss von Pepe von der Lattenunterkante auf die Torlinie und dann ins Feld zurückprallte (45.).
Neuer verhindert den Ausgleich
Auch nach der Pause fehlten im deutschen Spiel die zündenden Ideen. Ein Podolski-Schuss (46.) und eine Kopfballchance von Gomez (57.), mehr hatte die portugiesische Hintermannschaft erst einmal
nicht zu überstehen. Erst in der 72. Minute fand Khedira mit seiner Hereingabe den Kopf von Gomez, der das erlösende 1:0 erzielte. Kurz danach verpasste Gomez ganz knapp das mögliche zweite Tor,
als er an einer scharfen Hereingabe von Müller vorbeirutschte.
In der Schlussphase drängte der EM-Gastgeber von 2004 vehement auf den Ausgleich. Doch mit viel Glück - ein Schuss von Nani (84.) touchierte die Querlatte -, großem Einsatzwillen und Manuel Neuer
zwischen den Pfosten, der zwei Minuten vor dem Ende glänzend gegen den eingewechselten Silvestre Varela rettete, brachte die deutsche Mannschaft den knappen, aber verdienten Vorsprung ins Ziel.
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In der letzten Episode unseres dreiteiligen Rückblicks auf die UEFA EURO 2012 sprechen wir mit Grigoriy Surkis, Oleh Gusev, Serhiy Rebrov und Robert Lewandowski über das Vermächtnis für Polen und die Ukraine.
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Der Rückblick auf die UEFA EURO 2012: Teil zwei (Sa, 08 Dez 2012)
Im zweiten Teil unserer dreiteiligen Serie versuchen wir herauszufinden, welche Gründe hinter dem spanischen Triumph bei der UEFA EURO 2012 stehen. Dazu haben wir uns mit Vicente del Bosque, Jordi Alba und Andrés Iniesta unterhalten.
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Der Rückblick auf die UEFA EURO 2012: Teil eins (Sa, 01 Dez 2012)
Auf den Tag genau fünf Monate nach dem Finale der UEFA EURO 2012 beginnt unser dreiteiliger Rückblick auf das "große Fußballfest". Zu Beginn stehen die beiden Co-Gastgeber im Mittelpunkt.
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Markenspezialist Icon hat für die Optik und die Beschilderung bei der UEFA EURO 2012 in Polen und der Ukraine einen prestigeträchtigen Preis für Veranstalter von Sportereignissen gewonnen.
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Torres erhält den adidas Goldenen Schuh (Di, 06 Nov 2012)
Fernando Torres, Stürmer von Spanien und Chelsea FC, hat vor dem morgigen Spiel gegen den FC Shakhtar Donetsk als Torschützenkönig der UEFA EURO 2012 den adidas Goldenen Schuh erhalten.
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Insgesamt 575 Klubs aus den Mitgliedsverbänden der UEFA erhalten Solidaritätszahlungen für ihren Beitrag zur UEFA EURO 2012 und zum Nationalmannschaftsfußball im Allgemeinen.
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Polen stolz auf die EURO (Di, 17 Jul 2012)
UEFA-Operationsdirektor Martin Kallen und Polens Turnierdirektor Adam Olkowicz haben sich außerordentlich zufrieden über die UEFA EURO 2012 gezeigt. Das Turnier habe neue Maßstäbe für künftige Endrunden gesetzt.
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Die UEFA EURO 2012: "Ein fantastisches Event" (Mo, 16 Jul 2012)
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Über sieben Millionen Besucher bevölkerten während der UEFA EURO 2012 die acht Fanzonen in den Gastgeberstädten. Alleine 539 000 Menschen verfolgten das Finale vor den riesigen Leinwänden.
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UEFA EURO 2012 Endspiel-Panorama veröffentlicht (Mi, 04 Jul 2012)
Unser unglaubliches Panoramabild vom Olympiastadion Kyiw nur wenige Momente vor dem Anstoß des Endspiels der UEFA EURO 2012 ist nun veröffentlicht. Beweisen Sie auf UEFA.com, dass Sie da waren!
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Madrid im Ausnahmezustand (Di, 03 Jul 2012)
"Es ist eine Ehre und große Freude für mich, Kapitän dieses Teams zu sein", sagte Spaniens Spielführer Iker Casillas bei der unglaublichen Jubelfeier der EURO-Sieger in Madrid.
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Taktik-Experten begeistert von UEFA EURO 2012 (Di, 03 Jul 2012)
"Das war eine der besten EURO-Endrunde meiner Amtszeit", erklärte der Technische Direktor der UEFA, Andy Roxburgh, gegenüber UEFA.com. Er und sein Team werten im Moment die Zahlen und Fakten zur UEFA EURO 2012 aus.
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Italien heißt geschlagene Helden mit offenen Armen willkomen (Mo, 02 Jul 2012)
"Wir haben ohne große Erwartungen begonnen und haben Italien zum Träumen gebracht", sagte Italiens Trainer Cesare Prandelli, als er und seine Mannschaft trotz der Finalniederlage wie Helden begrüßt wurden.
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Der UEFA-Präsident beantwortet Fragen der UEFA.com-User (Mo, 02 Jul 2012)
UEFA-Präsident Michel Platini hat Ihre Fragen im Rückblick auf die UEFA EURO 2012 direkt beantwortet, erklärt, warum fünf Unparteiische für mehr Tore verantwortlich sind und berichtet über seinen Lieblingsmoment des Turniers.
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Europas Presse von Spanien begeistert (Mo, 02 Jul 2012)
Nach dem nächsten EURO-Tiel für Spanien ergoss sich Europas Presse in Superlativen für La Roja. UEFA.com fasst die Pressestimmen vom ganzen Kontinent für Sie zusammen.
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Iniesta ist der Spieler des Turniers (Mo, 02 Jul 2012)
Spaniens Mittelfeldregisseur Andrés Iniesta ist von der Technischen Kommission der UEFA zum besten Spieler der UEFA EURO 2012 gewählt worden.
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Zehn spanische Spieler in der Mannschaft des Turniers (Mo, 02 Jul 2012)
Mit zehn Spielern, die aus dem 23-Mann-Kader von Vicente del Bosque kommen, wird auch die Mannschaft des Turniers der UEFA EURO 2012 von Spanien dominiert.
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Die Ruhe nach Spaniens Sturm (Mo, 02 Jul 2012)
Team-Reporter Graham Hunter durfte nach Spaniens Endspielsieg bei der UEFA EURO 2012 in die Kabine und war ein bisschen überrascht über die Szenen dort.
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An diesem Tag: 2. Juli (Mo, 02 Jul 2012)
Bisher hat erst ein EM-Spiel an einem 2. Juli stattgefunden, aber dieses hatte es in sich. Mit einem Sieg im Finale gegen Italien gelang es Frankreich, als erster Weltmeister auch die EURO zu gewinnen.
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A-Z der UEFA EURO 2012 (Mo, 02 Jul 2012)
Das 24-tägige Fußballfest in Polen und der Ukraine hatte zahlreiche spektakuläre Höhepunkte, UEFA.com hat sie für Sie von A(rena-Besucher) bis Z(oo) zusammengefasst.
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CAFE freut sich über Torspende bei UEFA EURO 2012 (Mo, 02 Jul 2012)
Da bei der UEFA EURO 2012 insgesamt 76 Tore fielen, wird das Centre for Access to Football in Europe (CAFE), 228 000 Euro als Spende von der UEFA erhalten.
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Buffon: "Nicht die gleiche Mannschaft wie zuletzt" (Mo, 02 Jul 2012)
Müdigkeit, Pech und Verletzungen - für Kapitän Gianluigi Buffon sowie die Verteidiger Giorgio Chiellini und Leonardo Bonucci gab es mehrere Gründe für die 0:4-Niederlage gegen Spanien.
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Ramos Sieger beim Castrol EDGE Index (Mo, 02 Jul 2012)
Zum zweiten Mal in Folge stellt Spanien bei einer UEFA-Europameisterschaft den Sieger beim Castrol EDGE Index. Sergio Ramos sicherte sich an einem historischen Abend in Kyiw diesen Titel.
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Deutsche Euro-Rechte an ARD und ZDF
Deutsche EURO-Rechte an ARD und ZDF
ARD und ZDF werden auch die EM-Endrunde 2012 übertragen
ARD und ZDF haben für Deutschland den Zuschlag für die Übertragungsrechte an der UEFA EURO 2012 erhalten.
Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender sind seit langem Partner der UEFA bei Nationalmannschaftswettbewerben. Mit ihrer erfolgreichen Übertragung der UEFA EURO 2008 haben sie zuletzt hohe
Einschaltquoten erreicht.
Der Vertrag für das Turnier im Jahr 2012 in Polen und der Ukraine sichert ihnen die ausführliche Berichterstattung im frei empfangbaren Fernsehen. 27 Spiele werden live auf den Kanälen Das Erste
und ZDF zu sehen sein. Dazu dürfen beide Programme Magazin- und Highlight-Sendungen produzieren. Die Endrunde wird auch per Internet, Handy und Radio übertragen. Die Rechte an der Vergabe der
vier restlichen, parallel stattfindenden Spiele, an andere Free-TV-Sender sowie alle Pay-TV-Rechte verbleiben bei der UEFA.
"Die UEFA ist erfreut über die Vertragsverlängerung mit ARD und ZDF, zwei langjährige und erfahrene Partner bei der Übertragung von großen Sportereignissen", sagte David Taylor, Generaldirektor
von UEFA Events. "Zu beiden Sendern haben wir gute Beziehungen aufgebaut. Die UEFA freut sich darauf, mit der ausführlichen Berichterstattung von der UEFA EURO 2012 den Fußball-Fans in
Deutschland ein einmaliges TV-Erlebnis zu bieten."

