2004 - dato
Umzug in die Allianz Arena - Die Double-Ära

Im Sommer 2004 fand auf dem Trainerstuhl des FC Bayern ein Wechsel statt. Felix Magath ersetzte den über lange Jahre überaus erfolgreichen Ottmar Hitzfeld - und sollte in den kommenden Jahren an die Erfolge seines Vorgängers anknüpfen. Magath, ein besonderer Verfechter der Werte Disziplin, Ordnung und Fitness - in seiner täglichen Arbeit greift er gerne auch mal auf Medizinbälle und Bleiwesten zurück -, schaffte in den darauffolgenden zwei Jahren eine historische Bestmarke. Sowohl in der Saison 2004/05 als auch 2005/06 gewann er mit dem FCB jeweils den DFB-Pokal und die Meisterschaft. Das doppelte Double gab es auch in München noch nicht.

Einen Teil zum Erfolg trug sicherlich auch das neue Stadion bei. Im Mai 2005 endete die Ära Olympiastadion. Nach 33 äußerst erfolgreichen Spielzeiten zog der FC Bayern in seinen neuen Fußball-Tempel Allianz Arena um. 69.000 Zuschauer finden in diesem reinen Fußballstadion in München-Fröttmaning Platz.

Scholl geht, Ribéry, Toni und Co. kommen

Nach zweieinhalb überaus erfoolgreichen Jahren trennte man sich in Folge eines schwachen Rückrundenstarts am 31. Januar 2007 von Magath und holte Hitzfeld zurück auf die Trainerbank. Zuvor scheiterte der FCB im DFB-Pokal-Achtelfinale in Aachen. Doch Hitzfeld konnte die Restsaison nicht mehr retten, als Vierter beendete der FCB die Spielzeit 2006/07 und konnte sich dadaurch erstmals seit einem Jahrzehnt nicht für die Champions League qualifizieren. Mehmet Scholl beendete nach 15 Jahren im Bayern-Trikot und 15 Titeln seine aktive Profikarriere.

In der Saison 2007/08 änderte der FC Bayern seine Transferstrategie und lockte internationale Top-Stars an die Isar. Mit Franck Ribéry und Luca Toni landete der FCB gleich zwei Transfercoups. Mit ihnen kehrte auch der Erfolg zurück. Hitzfeld holte in seinem letzten Trainer-Jahr bei Bayern prompt wieder das Double. Im DFB-Pokal setzte man sich gegen Dortmund (2:1) durch, die Meisterschaft schloss der Rekordmeister mit zehn Punkten Vorsprung souverän vor Verfolger Bremen ab. Im UEFA-Cup war indes im Halbfinale gegen den späteren Cup-Gewinner St. Petersburg Endstation. Der dreifache Welt-Torhüter des Jahres Oliver Kahn beendete seine einmalige Profi-Laufbahn. Hitzfeld wechselte auf die Trainerbank der Schweizer Nationalmannschaft.

Heynckes Rückkehr als Interimscoach

Sein Nachfolger für die Saison 2008/09 wurde Jürgen Klinsmann. Unter dem ehemaligen Bundestrainer entstand an der Säbener Straße ein einmaliges Leistungszentrum mit Fitnessräumen und Ruhezonen. Als der FC Bayern am 28. Spieltag 0:1 zu Hause gegen Schalke verlor, trennte sich der Klub von Klinsmann. Zuvor gab es bereits deutliche Niederlagen gegen Leverkusen (2:4 im DFB-Pokal-Viertelfinale), den späteren Meister Wolfsburg (1:5) und im CL-Viertelfinale in Barcelona (0:4). Nachfolger wurde für fünf Spiele Jupp Heynckes, der die Bayern noch auf Rang zwei hinter Meister Wolfsburg hievte und somit die Champions League-Teilnahme sicherte.

Nach Heynckes‘ Kurz-Comeback auf der Bayern-Trainerbank gelang es den Bayern, sich die Dienste von Louis van Gaal zu sichern. Unter dem Niederländer kehrte der FC Bayern wieder zurück in die Erfolgsspur und spielte höchst attraktiven Fußball. Großen Anteil hat auch ein weiterer Super-Star. Arjen Robben kam von Real Madrid und bildete zusammen mit Ribéry eine außergewöhnliche Flügelzange. Das Jahr 2009 stand aber auch unter dem Stern von Uli Hoeneß. Nach über 30 Jahren als Bayern-Manager wechselte Hoeneß auf den Präsidentenstuhl des Klubs und wurde Nachfolger von Franz Beckenbauer, der wiederum zum Ehrenpräsident ernannt wurde.