Erster Saisonsieg
Basketballer gewinnen Heim-Krimi
09.10.2011
Die Basketballer des FC Bayern sind in der Bundesliga angekommen! Nach der unglücklichen Auftaktniederlage in Bonn präsentierten sich die Jungs von Trainer Dirk Bauermann am Samstagabend bei der
Heimpremiere im Audi Dome stark verbessert. Der Lohn: Mit 90:87 (41:40) bezwangen Steffen Hamann und Co. im ersten Erstliga-Heimspiel seit 22 Jahren starke Braunschweiger und brachten die mit
5.823 Zuschauern ausverkaufte Halle zum Beben.
„Braunschweig ist hier mit breiter Brust angetreten, und ich bin sehr zufrieden, dass wir dieses Spiel gewinnen konnten“, sagte Bauermann, der von einer „sensationellen“ Kulisse sprach. Sebastian
Machowski, Chefcoach der Gäste aus Braunschweig, sagte: „Die tolle Stimmung war beeindruckend."
Die Nervosität der Roten in den Anfangsminuten war spürbar: Offensiv wollte nicht viel gelingen, defensiv ließ die Bayern zu viele leichte Körbe zu. Die New Yorker Phantoms agierten nach ihrem
furiosen ersten Sieg gegen Hagen ausgesprochen selbstbewusst und versenkten in kaum mehr als drei Minuten drei Dreier. Vor allem Nils Mittmann war kaum zu stoppen.
Die Mannschaft von Bayern-Coach Bauermann hechelte fortan dem Rückstand hinterher und tat sich gegen die aggressive Verteidigung der Braunschweiger schwer. Erst die Einwechslung von Aufstiegsheld
Jonathan Wallace brachte neuen Schwung. Mit einem akrobatischen Korbleger, einem Dreier und zwei erfolgreich verwandelten Freiwürfen sorgte Wallace wieder für ein etwas engeres Spiel. Im zweiten
Viertel bekam der US-Amerikaner dann Unterstützung von Jan Jagla. Der deutsche Nationalspieler setzte einige Ausrufezeichen. Auch Je'Kel Foster und Hamann wurden stärker. Halbzeitstand: 41:40 für
den FCB.
Nach der Pause setzten sich die Münchner zunächst etwas ab - dank zweier Dreier von Philipp Schwethelm und Wallace, der von Ben Hansbrough wunderbar freigespielt worden war. Jagla baute die
Bayern-Führung auf sieben Punkte aus (57:50). Im letzten Viertel wurde Braunschweig allerdings wieder stärker, die Bayern patzten von der Freiwurflinie. Knapp drei Minuten vor dem Ende war die
Partie wieder gedreht: Die Phantoms lagen mit 76:74 in Front.
Dann schlug die Stunde des überragenden Wallace, der an diesem Abend vor Spielfreude nur so strotzte. Erst zog er beherzt zum Korb und glich zum 76:76 aus. Als Wallace wenig später einen Freiwurf
zur 77:76-Führung traf, verwandelte sich der Audi Dome zu einer Stehplatzarena. Selbst den eigentlich auf Krücken angewiesenen Bastian Doreth hielt es nicht mehr auf seinem Stuhl in der Nähe der
Bayern-Bank, gemeinsam mit seinem Leidensgenossen Robin Benzing feuerte er seine Teamkameraden leidenschaftlich an. Auch FCB-Präsident Uli Hoeneß fieberte mit.
In der an Spannung kaum zu überbietenden Schlussphase hatten die Gäste nicht mehr viel Wurfglück, und die Bayern gaben nun keinen einzigen Defensiv-Rebound mehr her. Auch die Freiwürfe wurden
jetzt von Schwethelm, Foster und Wallace sicher verwandelt. Der erste Saisonsieg war unter Dach und Fach. Bereits am kommenden Mittwoch steht um 19.30 Uhr das nächste Heimspiel gegen Tübingen auf
dem Programm.
Es spielten für den FC Bayern: Jonathan Wallace (25 Punkte/3 Dreier), Je'Kel Foster (16/1), Steffen Hamann (13), Philipp Schwethelm (11/1), Aleksandar Nadjfeji (11), Jan-Hendrik Jagla (10/1/8
Rebounds), Ben Hansbrough (4), Darius Hall, Bogdan Radosavljevic, Demond Greene und Ruben Boumtje Boumtje.
Basketballer verlieren unglücklich in Bonn
Die Basketballer des FC Bayern sind mit einer unglücklichen Niederlage in die Beko BBL gestartet. Bei den Telekom Baskets Bonn unterlag das Team von Trainer Dirk Bauermann mit 76:80 (72:72,
38:37) nach Verlängerung. Der FCB führte über weite Strecken der Partie, erst im vierten Viertel kam Bonn wieder heran. In der fünfminütigen Verlängerung bewiesen die Gastgeber - angetrieben
von 6000 lautstarken Fans im ausverkauften Telekom-Dome - den längeren Atem. Bester Werfer der Partie war Bayern-Spieler Aleksandar Nadjfeji mit 25 Punkten.
Die Gastgeber aus Bonn erwischten den deutlich besseren Start. 24 Punkte ließen die Bayern im ersten Viertel zu - deutlich zu viele, wie Sportdirektor Marko Pesic anmerkte: „Da hatten wir
keine Aggressivität in der Verteidigung.“ Dann fanden die Münchner ihren Rhythmus und drehten angeführt von einem starken Nationalspieler Philipp Schwethelm die Partie. Halbzeitstand: 38:37
für den FCB!
Auch nach der Pause dominierte zunächst das Team von Trainer Dirk Bauermann, die Münchner bauten ihre Führung kontinuierlich aus - mit 57:53 ging es in den letzten Abschnitt. Bonn wurde
wieder stärker, kämpfte sich zurück. 24 Sekunden vor dem Ende führten die Telekom Baskets mit 72:70. Doch der überragende Nadjfeji erzwang mit einem Korbleger die Verlängerung. Dort ging es
heiß her, die Bayern kämpften und rackerten. Doch dann hatte Bonn das glücklichere Ende für sich.
Es spielten für den FC Bayern: Aleksandar Nadjfeji (25 Punkte), Je’Kel Foster (14/3 Dreier), Philipp Schwethelm (12/4), Ben Hansbrough (10), Darius Hall (6), Jonathan Wallace
(6/2), Jan-Hendrik Jagla (2), Steffen Hamann (1), Ruben Boumtje Boumtje, Demond Greene und Bogdan Radosavljevic.
